Clean Eating – mit echten Lebensmitteln länger gesund leben

Clean Eating bedeutet, sich möglichst naturbelassen zu ernähren – mit unverarbeiteten, mikronährstoffreichen Lebensmitteln und ohne künstliche Zusatzstoffe.
Der Artikel erklärt, warum das NOVA-Klassifikationssystem von Carlos Monteiro eine praktische Orientierung bietet, welche wissenschaftlichen Studien die Vorteile einer echten, pflanzenbetonten Ernährung belegen – darunter eine 30-Jahres-Studie in Nature Medicine und aktuelle Forschung zur MIND-Diät – und wie du Clean Eating mit einfachen Schritten wie Meal Prepping und saisonalem Einkauf alltagstauglich umsetzt und Fertigprodukte durch echte Lebensmittel ersetzt. Plus Rezept für die griechische Zitronensoße Ladolemono.
In a nutshell: Echte Lebensmittel statt Chemie-Cocktails aus der Tüte – wer seinen Teller nach dem NOVA-Prinzip füllt, tut langfristig mehr für seine Gesundheit, seinen Stoffwechsel und sein Gehirn, als jede Wunderdiät je leisten könnte.
Clean Eating: mit echten Lebensmitteln länger gesund leben
Du stehst im Supermarkt, schaust auf das Regal und siehst hundert verschiedene Joghurt-Varianten – aber kaum ein einziges Produkt enthält ausschließlich Milch und Kulturen. Stattdessen: Emulgatoren, Aromen, Stabilisatoren, Fruchtzubereitungen mit mehr Zucker als Frucht. Ist das noch Ernährung – oder schon Chemieunterricht zum Essen?
Die schlechte Nachricht: Unser Alltag ist vollgestopft mit genau solchen Produkten. Die gute Nachricht: Du hast jederzeit die Wahl. Und der Weg zurück zu echter Ernährung ist einfacher, als du vielleicht denkst. Er hat sogar einen Namen – Clean Eating. Was nichts anderes bedeutet als Essen mit echten Lebensmitteln.
Und bevor du jetzt denkst: „Ach, schon wieder so ein Ernährungstrend mit rigiden Regeln“ – keine Sorge. Worum es hier geht, ist kein Dogma, kein Verzicht-Regime und erst recht keine neue Diät-Ideologie. Es geht ums Ursprüngliche: Nahrung, die tatsächlich nährt und nicht nur sättigt.
Clean eating als Antwort auf Fertigprodukte
Vor einigen Generationen war Selbstversorgung für die meisten Menschen noch Alltag. Ein Gemüsegarten gehörte zum Haushalt dazu, Einkochen war Grundkompetenz, und was auf den Tisch kam, kannte man noch persönlich – vom Feld oder vom Bauern.
Ich kann mich noch gut an meine Kindheit erinnern, wenn meine Mutter in den Garten ging und Gemüse erntete, das sie für das Mittagessen verarbeiten wollte. Und an den natürlichen, aromatischen Geschmack des Gerichts.
Heute? Frisches Obst und Gemüse belegen teils nur noch rund 25 % der Supermarktregale. Den Rest füllt eine immer größer werdende Flut an Fertigprodukten, die mit bunten Verpackungen, Geschmacksverstärkern und cleveren Marketing-Botschaften um unsere Aufmerksamkeit buhlen.
Was in den 90ern mit Tiefkühlpizza und Tütensuppen begann, hat sich heute zu einem riesigen Industriezweig entwickelt.
Entwickelt, um das tägliche Leben zu vereinfachen und es den Frauen leichter zu machen, Beruf und Familie zu vereinbaren, wurde es jedoch schnell zu einem Problem.
Nicht, weil es bequem und einfach ist – das ist menschlich und verständlich. Das Problem liegt in dem, was dabei auf der Strecke bleibt: echte Nährstoffe.
Clean Eating mit echten Lebensmitteln ist die direkte Antwort auf diese Entwicklung. Der Begriff kommt aus den USA und wurde vor allem durch die sozialen Medien bekannt.
Die Idee dahinter ist so simpel wie wirkungsvoll: Iss echte Lebensmittel – so naturbelassen wie möglich. Dein Körper kann nur mit dem arbeiten, was er erkennt und verarbeiten kann.
Was dein System seit Tausenden von Jahren gewöhnt ist und worauf sich dein gesamter Stoffwechsel eingestellt hat.
Künstliche Zusatzstoffe, hochverarbeitete Zutaten und isolierte synthetische Nährstoffe überfordern unser Verdauungs- und Entgiftungssystem auf Dauer erheblich.
Die Folge: massives Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen, Zivilisationskrankheiten, wie Diabetes und Bluthochdruck, Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
All das interessiert die Hersteller von Fertignahrungsmittel nicht – hauptsächlich der Rubel rollt. Und das tut er. Der globale Markt für verarbeitete Lebensmittel hat ein Volumen von über 2.300 Milliarden US-Dollar. Das ist eine Industrie, die sehr gut daran verdient, dass wir nicht selbst kochen und uns freiwillig mit Chemie vergiften.
Das NOVA-System: Was genau clean eating bedeutet
Wie erkennst du, was wirklich gut für dich ist – und was nicht? Hier kommt das NOVA-Klassifikationssystem ins Spiel, entwickelt vom brasilianischen Ernährungsmediziner Carlos Monteiro von der Universität São Paulo. Es teilt Lebensmittel in vier Gruppen ein – basierend auf dem Grad ihrer industriellen Verarbeitung. Für Clean Eating ist es der beste Kompass, den du haben kannst.
Gruppe 1: Deine tägliche gesunde Basis der Nahrungsmittel
Unverarbeitete und minimal verarbeitete Lebensmittel – das sind die Stars auf deinem Teller: frisches Obst und Gemüse, Kräuter, Nüsse, Gewürze, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Pilze, Reis, Getreide (auch Haferflocken), Bio-Fleisch und Fisch. Diese Lebensmittel erkennst du, dein Körper erkennt sie – und dein Stoffwechsel liebt sie dafür.
Gruppe 2: Lebensmittel, die du mit Bedacht essen solltest
Verarbeitete kulinarische Zutaten wie Salz, Butter, Pflanzenöle, Honig, Stärke und Essig – sie sind nicht der Feind, solange du sie bewusst und sparsam einsetzt. Ein Schuss hochwertiges Olivenöl über dem Salat: sehr gerne. Eine halbe Flasche industriellem Salatdressing mit 20 Zutaten: lieber nicht.
Gruppe 3: Die Grauzone – Lebensmittel, die du unter die Lupe nehmen solltest
Verarbeitete Lebensmittel wie Dosengemüse, geräuchertes Fleisch, Dosenfisch oder unverpacktes Brot. Sie sind nicht ideal, aber auch nicht per se tabu. Hier lohnt ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Hier gilt: Je länger diese ist, desto eher lass die Finger davon und je weniger du davon kennst, besser nicht kaufen.
Das Ziel ist, so viele Zusatzstoffe wie möglich in Lebensmitteln zu vermeiden.
Gruppe 4: Der rote Bereich – Nahrungsmittel, auf die du verzichten solltest
Hochverarbeitete Lebensmittel – und hier wird es ernst. Tiefkühlpizza, Süßigkeiten, Frühstückszerealien, Tütensuppen, Wurst, Fruchtjoghurts, Burger und Co. und was sonst noch in den gefühlt 500 laufenden Metern im Supermarkt steht, beinhalten lange Listen an Emulgatoren, Farbstoffen, Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärkern.
Und ja – auch die meisten veganen Ersatzprodukte fallen in diese Kategorie. Ein Soja-Schnitzel, das aussieht, schmeckt und sich anfühlt wie Fleisch, ist eben kein Naturprodukt, sondern ein industrielles Konstrukt mit ebenso langer Zutatenliste. Sorry about that.
Ein wichtiger Hinweis aus unserer Erfahrung: Bio-Fleisch und Zucker werden im NOVA-System in höheren Gruppen eingeordnet – im Rahmen einer ausgewogenen, anti-entzündlichen Ernährung sollten sie dennoch eher Ausnahmen als tägliche Begleiter sein.
Was die Wissenschaft sagt – 3 Studien, die Klartext sprechen
1. Mehr Fertigprodukte – mehr Fettleibigkeit
Forschungsgruppen rund um Carlos Monteiro haben in einer groß angelegten Studie untersucht, wie viele Fertigprodukte in verschiedenen europäischen Ländern in Supermärkten verfügbar sind – und was das mit der Gesundheit der Bevölkerung macht.
Das Ergebnis ist ernüchternd: In Deutschland und Großbritannien machen hochverarbeitete Lebensmittel zwischen 46 und 50 % der Haushaltsvorräte aus – während es in Portugal und Italien nur rund 10 bis 13 % sind. Hier auf Zypern, wo wir seit 5 Jahren leben, sind die Regale mit Fertigprodukten ebenfalls deutlich kürzer als in Deutschland.
Dass hier auch viel weniger fettleibige Menschen herumlaufen als in den Ländern mit dem meisten Fertigfood, hängt wohl auch damit zusammen.
Der Konsum von ultraverarbeiteten Lebensmitteln ist laut dieser Studie direkt mit einem erhöhten Risiko für das metabolische Syndrom und alle damit verbundenen Erkrankungen verbunden.
Die Schlussfolgerung der Forscher ist klar: Es braucht politische Strategien, die den Verzehr unverarbeiteter Lebensmittel fördern. Beispiel: der seit langem geplante und von der Industrie immer wieder verhinderte Ampelaufdruck auf Lebensmitteln.
2. Pflanzlich betonte Ernährung fördert gesundes Altern – 30 Jahre Beweis
Eine im Fachjournal Nature Medicine veröffentlichte Beobachtungsstudie hat über 30 Jahre lang mehr als 100.000 US-amerikanische Gesundheitsfachkräfte begleitet – und einen klaren Zusammenhang zwischen Ernährungsmustern im mittleren Lebensalter und gesundem Altern gefunden.
Das Ergebnis: Wer sich reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten und ungesättigten Fetten ernährt – und dabei Fertigprodukte meidet – hat eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, das 70. Lebensjahr ohne chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Herzinsuffizienz zu erreichen.
Ich nehme mich hier jetzt mal als Beispiel: mit 68 Jahren nehme ich keine Medikamente und habe weder chronische Erkrankungen oder sonstige typische altersbedingte „Zipperlein“.
Das ist kein Zufall. Das ist Biologie. Verstärkt durch meine Ernährung, die seit Jahrzehnten überwiegend aus natürlichen Zutaten selbst zubereitet wird.
3. MIND-Diät senkt Demenzrisiko um bis zu 25 %
Obwohl wir überhaupt keine Fans von Diäten sind, möchte ich diese Studienergebnisse dennoch nicht verschweigen.
Auf der Konferenz NUTRITION 2025 wurden die Ergebnisse einer beeindruckenden Studie präsentiert: Wissenschaftler der University of Hawaii analysierten Daten von fast 93.000 US-amerikanischen Erwachsenen zwischen 45 und 75 Jahren – und untersuchten, wie die sogenannte MIND-Diät – eine Kombination aus mediterraner und DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) – das Demenzrisiko beeinflusst.
Das Ergebnis: Wer die MIND-Diät konsequent befolgte, hatte ein um 9 % geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Wer seine Ernährung über einen Zeitraum von zehn Jahren aktiv verbesserte, senkte sein Risiko sogar um bis zu 25 %.
Die MIND-Diät betont grünes Blattgemüse, Beeren, Nüsse, Vollkornprodukte und Olivenöl – und schränkt rotes Fleisch, frittierte Lebensmittel und Süßigkeiten ein. Klingt bekannt? Genau – das ist im Kern Clean Eating.
Was Clean Eating noch leistet: Mehr als nur Gewichtsmanagement
Naturbelassen zu essen bedeutet automatisch auch mikronährstoffreich zu essen. Frisches Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte liefern Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die unser Verdauungssystem, unser Immunsystem und über die Darm-Hirn-Achse auch unsere Psyche direkt beeinflussen.
Fertigprodukte dagegen liefern das genaue Gegenteil: Die Kombination aus Fett, Salz und Zucker ist industriell so eingestellt, dass wir immer mehr davon wollen. Und dabei Unmengen an leeren Kalorien aufnehmen, ohne echte Nährstoffe zu bekommen.
Bitterstoffe, die unsere Leber unterstützen? Fehlanzeige.
Ballaststoffe, die unsere Darmbakterien ernähren? Nicht vorhanden.
Mikronährstoffe, die hunderte Stoffwechselprozesse steuern? Meist auch.
Die Konsequenz: chronische Entzündungsprozesse, erhöhtes Gewicht, Bluthochdruck und Diabetes, ein geschwächtes Mikrobiom, hormonelle Dysbalancen – und ein Energielevel, das sich anfühlt, als wäre der Akku dauerhaft bei 20 %. Nicht zu verschweigen ein regelrechtes Suchtverhalten mit dem damit verbundenem schlechten Gewissen.
Clean Eating im Alltag: So gelingt die Umstellung Schritt für Schritt
Clean Eating mit gesunden Lebensmitteln muss weder teuer noch aufwendig sein. Es geht nicht um Perfektion, sondern um Richtung. Hier sind fünf konkrete Schritte, die du sofort umsetzen kannst.
Mit unseren Tipps, von mir seit mehr als 40 Jahren praktiziert, geht das wirklich leicht.
Schritt 1: Schreib eine Einkaufsliste – und halte dich daran
Ein Einkaufszettel ist kein Zeichen von Schusseligkeit, sondern von Strategie. Mit einer Liste vermeidest du Impulskäufe, gestaltest deinen Einkauf effizienter und stellst sicher, dass du wirklich die Grundzutaten daheim hast, die du brauchst – und nicht drei Sorten Chips und keinen einzigen Apfel.
Schritt 2: Lerne, Etiketten zu lesen
Das ist mein Favorit, denn ich bin die ungekrönte Königin der „Stundenlang-Am-Regal-Stehenden-Etiketten-Leserinnen“. 😉
Wenn du bisher viele Fertigprodukte auf dem Speiseplan hattest, dann lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Die Faustregel: Je kürzer, desto besser. Alles, was du nicht ohne Grundkurs Chemie Mittelstufe aussprechen kannst, gehört in aller Regel in die NOVA-Gruppe 4.
Nützliche Apps wie z. Bsp. Yuka helfen dabei, Produkte schnell einzuschätzen.
Schritt 3: Regional, saisonal, bio – wenn möglich
Frische Lebensmittel vom Markt, vom Bauernhof oder aus dem Bioladen sind nicht nur besser für dich, sondern auch für den Planeten.
Interessant dabei: Deutsche Haushalte geben im EU-Vergleich besonders wenig für Nahrungsmittel aus – und trotzdem ist Deutschland eines der Länder mit dem höchsten Anteil an Fertigprodukten in Supermärkten (46–50 % aller Haushaltseinkäufe laut Monteiro-Studie). Das passt gut zusammen: Wer wenig für Essen ausgeben will, greift häufiger zu billigen Fertigprodukten. Und nimmt die gesundheitlichen Folgen damit billigend in Kauf.
Wir geben mehr für Autos, Streaming und Smartphones aus als für das, was unseren Körper täglich antreibt. Das sagt einiges.
Schritt 4: Leg dir einen Mini-Garten an
Du brauchst dafür keinen Garten und keinen grünen Daumen. Ein Fensterbrett reicht für frische Kräuter, ein kleiner Balkon für Sprossen, Salat oder sogar Tomaten. Regionaler und frischer geht es schlicht nicht.
Und der Nebeneffekt: Du baust eine ganz andere Beziehung zu deinen Lebensmitteln auf – das verändert automatisch, wie du isst.
Schritt 5: Werde ein Meal Prepper
Das ist vermutlich der wirkungsvollste Schritt, den du für deine Ernährung tun kannst: Meal Prepping – das gezielte Vorkochen für mehrere Tage.
Meal Prepping ist dein einfaches und preisbewusstes System für gesundes Essen ohne täglichen Aufwand
Gesundes Street Food in Deutschland, vor allem in ländlichen Regionen, ist kaum zu bekommen. Kantinenessen ist selten frisch, in guter Qualität und bezahlbar zugleich. Das Ergebnis: Leberkässemmel, Currywurst oder überzuckerte Snacks füllen die Lücke – nicht weil wir es wollen, sondern weil nichts Besseres da ist.
Meal Prepping löst genau dieses Problem. Einmal pro Woche kochst du Basiskomponenten vor – und stellst dir daraus unter der Woche gesunde, abwechslungsreiche Mahlzeiten zusammen. Der Aufwand ist überschaubar. Der Effekt ist enorm.
Nebenbei löst Meal Prepping noch ein weiteres Problem: Lebensmittelverschwendung. In Deutschland landen jährlich rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel in der Tonne – 52 % davon entstehen in Privathaushalten. Im Durchschnitt wirft jede Person 75 kg Lebensmittel pro Jahr weg. Mit einem gut geplanten Wochenmenü passiert dir das kaum noch.
So gelingt Meal Prepping – die 5 wichtigsten Prinzipien für gesunde Ernährung
1. Wochenplan mit Einkaufsliste
Was isst du mittags, was abends? Welche Zutaten lassen sich mehrfach verwenden? Ein einfacher Plan spart Zeit, Geld und verhindert den Griff zur Tiefkühlpizza am Dienstagabend.
2. Das Baukastenprinzip
Jede Mahlzeit besteht aus drei Komponenten:
- Komplexe Kohlenhydrate (Vollkornreis, Hirse, Quinoa)
- Gesunde Eiweißquellen (Hülsenfrüchte, Tofu, Fisch, Eier)
- Viel Gemüse – möglichst bunt, saisonal, in Bio-Qualität
Diese Kombination hält dich satt, liefert alle wichtigen Makronährstoffe und lässt sich endlos variieren.
3. Clever lagern
Luftdichte Glas- oder Edelstahlbehälter halten dein Essen frisch. Dressings, Soßen und empfindliche Zutaten wie Avocado oder Sprossen immer getrennt lagern – das bewahrt Konsistenz und Geschmack.
4. Feste Vorbereitungsroutine etablieren
Reserviere dir einen oder zwei Tage pro Woche – zum Beispiel den Sonntagabend – um Ofengemüse, Linsen, Getreide oder Hülsenfrüchte in größeren Mengen vorzubereiten. Eine bis zwei Stunden investieren, und du hast eine Woche lang gesunde Mahlzeiten zur Hand.
5. Gekochtes mit Frischem kombinieren
Ergänze deine vorbereiteten Gerichte durch frische Komponenten: Rohkost, Salate, Obst. Das sorgt für eine Extraportion Mikronährstoffe – und macht die Mahlzeiten leichter und bekömmlicher. Ein kleiner Extra-Behälter mit frischen Kräutern oder einem Schuss Zitronensaft verleiht jedem Gericht das gewisse Etwas.
Oder ein erfrischendes Salatdressing, das sich mehrere Tage im Kühlschrank hält, zum Beispiel eine Ladolemono. Wer diese griechische Salatsoße nicht kennt, hier das Rezept:
- ½ Tasse frischen Zitronensaft
- 1-1,5 Tassen natives Olivenöl aus erster Pressung
- ½ TL Oregano
- 1 TL Meersalz
Alles in ein Schraubglas füllen und so lange schütteln, bis sich eine cremige, goldene Soße ergibt. Vielleicht musst du noch etwas mehr Zitronensaft hinzugeben oder Salz. Probiere nach deinem Gusto.
Die Verwendung ist vielfältig: als Salatdressing, als Würze für warme Bratkartoffelschnitze, über Gegrilltes als Finish.
Clean Eating und Longevity: Der Zusammenhang, der alles verändert
Wenn ich – Dagmar – über Clean Eating spreche, dann nicht als theoretisches Konzept, sondern als gelebten Alltag. Nach über 40 Jahren Beschäftigung mit Ernährung, Gesundheit und dem Thema Prävention bin ich überzeugt: Die Qualität der Lebensmittel, die du jeden Tag zu dir nimmst, ist einer der stärksten Hebel, den du für deine Langlebigkeit hast.
Clean Eating ist kein Trend. Es ist eine Rückkehr zu dem, was unser Körper kennt, braucht und liebt. Kein Hochleistungsmotor läuft dauerhaft auf minderwertigem Treibstoff – und dein Körper ist das komplexeste und wertvollste System, das du je besitzen wirst.
Das Ziel bei Fitfor120 ist nicht, mit 70 noch irgendwie funktionsfähig zu sein, sondern vital zu altern.
Es geht darum, mit 70, 80, 90 noch wirklich zu leben – voller Energie, Klarheit und Freude. Und die Grundlage dafür legst du auf deinem Teller. Jeden Tag. Das ist gesund altern durch vitalstoffreiche Ernährung.
Du musst nicht von heute auf morgen alles umstellen. Fang mit einem Schritt an:
- Tausch einen Fertigprodukt-Moment pro Tag gegen etwas Echtes aus
- Schreib eine Einkaufsliste
- Kauf auf dem Markt
- Koch am Wochenende vor
Der Weg zu mehr Vitalität, zu einem funktionierenden Stoffwechsel und zu einem langen, gesunden Leben beginnt nicht im Fitnessstudio oder in der Apotheke – er beginnt in deiner Küche.
Wichtiger Hinweis:
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Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultiere bitte deinen Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.
Klinische Studien und sonstige Quellenangaben
Monteiro CA et al.: Household availability of ultra-processed foods and obesity in nineteen European countries
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28714422/
Monteiro CA et al.: The UN Decade of Nutrition, the NOVA food classification and the trouble with ultra-processing –
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10261019
Harvard T.H. Chan School of Public Health / Nature Medicine: Optimal dietary patterns for healthy aging
https://www.nature.com/articles/s41591-025-03570-5
University of Hawaii / NUTRITION 2025: MIND Diet May Cut Dementia Risk by 25 % – https://www.verywellhealth.com/mind-diet-11748325
FAO Report: Ultra-processed foods, diet quality and human health using the NOVA classification –
Über die Autorin
Seit über 25 Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit Themen wie gesunde Ernährung, Supplements und Fitness sowie Meditation, Qi Gong und Yoga. Und seit einigen Jahren verstärkt mit dem Thema Langlebigkeit und Anti-Aging.
Während ihrer 10-jährigen Tätigkeit in der Pharmaindustrie erkannte sie, dass dort Profit oft vor echte Gesundheitsvorsorge gestellt wird. Diese Erkenntnis motivierte sie, gemeinsam mit ihrem Ehemann Bruno das Portal fitfor120 zu gründen.
Ihr Ziel: Menschen dabei unterstützen, Gesundheit, Fitness, Vitalität und Attraktivität bis ins hohe Alter zu bewahren. Mit ihren fundierten Artikeln bringt sie komplexe Gesundheitsthemen verständlich auf den Punkt und teilt wertvolle Lifestyle-Hacks, die auf eigenen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Dagmar lebt auf einer Insel im Mittelmeer selbst den fitfor120-Lifestyle und ist der lebende Beweis dafür, dass Vitalität keine Frage des Alters ist.
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