Vitamin D – ein unterschätzter Vitalstoff

von Health, Vitalstoffe

Kaum ein Vitalstoff ist so gut erforscht und gleichzeitig so chronisch unterschätzt wie Vitamin D. Dabei ist er weit mehr als ein Knochenvitamin: Fast jede Körperzelle hat Andockstellen für Vitamin D. In Deutschland liegen rund 56 Prozent der Erwachsenen unter 20 ng/ml und damit im Mangel, zeigen Messungen des Robert Koch-Instituts von 2008 bis 2011 [1].

Der Mangel tut nicht weh, aber er bleibt nicht folgenlos. Er zeigt sich schleichend, oft über Jahre unbemerkt: an häufigen Infekten, an Müdigkeit, an Rückenschmerzen [2, 21, 4].

In diesem Artikel erfährst du, warum die offiziell empfohlenen Werte viel zu niedrig angesetzt sind, welche Symptome auf einen Mangel hindeuten, warum wir Vitamin D nie ohne K2 nehmen und wie viel wir selbst seit vielen Jahren täglich nehmen, mit einem Blutspiegel von 80 bis 100 ng/ml als Ergebnis.

Kurz gesagt:

Rund 56 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben weniger als 20 ng/ml Vitamin D im Blut (Rabenberg 2018), und 20 ng/ml sind gerade die Grenze zum Mangel. Der Mangel tut nicht weh, aber er bleibt nicht folgenlos: In Placebo-Studien bekamen Menschen mit Vitamin D seltener Atemwegsinfekte (Martineau 2017). Ein Bluttest zeigt, wo du stehst, und den Wert kannst du gezielt anheben (Vieth 2001).

Vitamin-D-Mangel: so oft übersehen, so leicht zu messen

Vitamin D hat eine wichtige Schlüsselfunktion für den Organismus und …

dennoch wird kaum ein Vitamin so unterschätzt wie eben Vitamin D.

Es ist nicht nur am Knochenaufbau beteiligt, wie viele glauben, sondern an unzähligen weiteren körpereigenen Regulierungsprozessen. Deshalb fällt ein Vitamin-D-Mangel so stark ins Gewicht. Und Vitamin-D-Mangel steckt in mehr Beschwerden, als die meisten ahnen. Rückenschmerzen, Diabetes, Neurodermitis, Asthma, ständige Infekte: Bei all dem finden Studien auffällig oft zu wenig Vitamin D im Blut [4, 5, 6]. Und bei einigen zeigen Placebo-Studien schon, dass Auffüllen etwas bringt, etwa weniger Asthmaanfälle bei Schulkindern [7] und seltener Atemwegsinfekte [2].

Spannend ist, wo Vitamin D im Gehirn andockt: genau dort, wo Hunger und Sättigung gesteuert werden. Übergewichtige Versuchstiere fraßen weniger und nahmen deutlich ab, als Forscher ihnen Vitamin D direkt ins Gehirn gaben, berichten Sisley und Kollegen [8].

Ob das beim Menschen genauso läuft, weiß noch niemand. Bemerkenswert finden wir es trotzdem.

Vitamin D ist lebensnotwendig

Bis vor einigen Jahren noch war die Forschung der Meinung, die aktive Form des Vitamin D werde mit Hilfe des UV-Lichts ausschließlich unter Mitwirkung der Leber, der Nieren und der Haut gebildet.

Dank des amerikanischen Forschers Prof. Michael F. Holick, Professor für Medizin, Dermatologie, Physiologie und Biophysik sowie Mitentdecker der aktiven Form von Vitamin D, wissen Mediziner heute, dass offenbar jede einzelne Körperzelle über die Fähigkeit verfügt, aktives Vitamin D zu bilden. Wenn es in ihrem genetischen Bauplan steht. Zellen haben Vitamin-D-Rezeptoren, an denen das Vitamin andocken kann, um seine vorbestimmte Rolle im Aufgabenplan der Zelle durchzuführen.

Und beim Krebs wird es richtig interessant. Weniger Krebsfälle gab es in den großen Placebo-Studien mit Vitamin D zwar nicht. Aber weniger Krebstote: 13 Prozent, vor allem bei täglicher Einnahme, haben Keum und Kollegen ausgerechnet [9]. Mehr zu diesen Studien steht in unserem Artikel Vitamin-D-Nahrungsergänzung: So bremst sie das Altern deiner Zellen.

Vitamin-D-Mangel ist weit verbreitet

Umso alarmierender ist die Tatsache, dass in vielen Ländern ein akuter Vitamin-D-Mangel bei ihren Bewohnern herrscht. So auch in Deutschland.

Das Robert Koch-Institut hat die Vitamin-D-Versorgung der Erwachsenen in Deutschland untersucht, 4.030 Frauen und Männer zwischen 18 und 79 Jahren. Bei 57 Prozent der Männer und 58 Prozent der Frauen lag der Vitamin-D-Spiegel unter 20 ng/ml (50 nmol/l), berichten Hintzpeter und Kollegen [10]. Bei den Frauen zwischen 65 und 79 waren es 75 Prozent, und das sogar im sonnigeren Halbjahr.

Und 20 ng/ml sind kein guter Wert, sondern gerade die Grenze zum Mangel. Die neuere Untersuchung des Instituts sieht nicht besser aus: rund 56 Prozent der Erwachsenen unter 20 ng/ml [1]. Eindeutig viel zu wenig.

In den USA ist es ähnlich: Dort lagen 42 Prozent der Erwachsenen unter 20 ng/ml, berichten Forrest und Stuhldreher [11].

Diese Ergebnisse sind alarmierend. Denn gut versorgt ist man nicht bei 20, sondern nach Prof. Jörg Spitz erst bei 40 bis 60 ng/ml (100 bis 150 nmol/l). „30 ist die unterste Ölmarke“, sagt er [12]. Wir selbst liegen bei 80 bis 100 ng/ml. Und keine Sorge: Vergiftungserscheinungen beginnen typischerweise erst über 150 ng/ml [13].

Warum die körpereigene Vitamin-D-Bildung nicht ausreicht

Unser Körper kann Vitamin D selbst bilden. Allerdings braucht er dazu genügend Sonnenlicht. Doch gerade in Mittel- und Nordeuropa reicht die Sonnenstrahlung meist nicht aus – zu kurz sind die Sommer, zu wenig intensiv die Sonneneinstrahlung. Von Oktober bis März bildet die Haut in unseren Breiten praktisch kein Vitamin D, haben Webb und Holick gemessen [14].

Faustregel: Wenn der Schatten, den du wirfst, länger als dein realer Körper ist, steht die Sonne zu tief und die Sonneneinstrahlung ist zu schwach.

Und so hat dein Körper nur im Hochsommer eine kurze Zeitspanne, die so dringend benötigten Vitamin-D-Mengen herzustellen. Und wenn die Sonne dann mal scheint, tun wir Menschen mittlerweile vieles, um sie nicht an unseren Körper heranzulassen.

Aus Angst vor Hautkrebs wird Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor empfohlen. Die Vitamin-D-Bildung wird damit allerdings ausgebremst: Schon Lichtschutzfaktor 8 verhinderte in einer Studie von Matsuoka und Kollegen fast den ganzen Anstieg im Blut [15].

Die Mittagssonne soll unbedingt gemieden werden und wenn, dann nur vollständig bekleidet genossen werden. All das hindert unsere Haut jedoch daran, Vitamin D zu bilden. Verständlich, dass vor Hautkrebs gewarnt wird, doch kaum einer spricht von den Schäden, die durch Vitamin-D-Mangel entstehen.

Denn der Mangel zeigt sich nicht an eindeutigen Symptomen, stattdessen können sich im Laufe der Jahre viele chronische Krankheiten entwickeln.

Folgende Symptome kann einen Vitamin-D-Mangel zeigen

Und genau deshalb lohnt es sich, nicht erst zu messen, wenn die Knochen sich melden. Vorab – es heißt immer wieder, dass Vitamin-D-Mangel sich an den Knochen und am Skelett zeigen würde. Wenn das jedoch eintritt, herrscht bereits seit langer Zeit ein chronischer und vor allem extremer Mangel an Vitamin D.

Es sind zunächst unbedeutend erscheinende Symptome, die auf Vitamin-D-Mangel hindeuten. Symptome wie: häufige Infekte, schlechte Wundheilung, allgemeine Müdigkeit, Schlafprobleme, nachlassende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, chronisch schlechte Stimmung oder schlechtes Hautbild.

Aber auch unspezifische Muskel- und Knochenschmerzen. Alle diese Beschwerden können viele Ursachen haben. Ein Vitamin-D-Mangel ist eine, an die kaum jemand denkt: Bei Müdigkeit wird der Wert nicht routinemäßig gemessen, schreiben Johnson und Sattari [16]. Dabei genügt ein Bluttest.

Infekte und verzögerte Wundheilung

Eine der wichtigsten Aufgaben von Vitamin D ist die Unterstützung des Immunsystems [17].

Wer zu wenig Vitamin D hat, erkältet sich leichter. 25 Placebo-Studien mit über 11.000 Teilnehmern zeigen: Mit Vitamin D gab es seltener Atemwegsinfekte, berichten Martineau und Kollegen [2]. Am deutlichsten war der Unterschied bei starkem Mangel und bei täglicher oder wöchentlicher Einnahme [2].

Bakterien und Viren haben dann ein leichtes Spiel, in den Körper einzudringen und Krankheiten auszulösen. Deswegen macht es Sinn, deinen Vitamin-D-Status überprüfen zu lassen, wenn du häufiger als andere an Infekten leidest. Ein schwaches Immunsystem kann sich auch in schlecht heilenden Wunden zeigen, z. B. nach Verletzungen oder Operationen. Da das Vitamin direkt an der Wundheilung beteiligt ist und diese positiv beeinflusst, kann ein Mangel die Wundheilung verschlechtern oder verzögern.

Doch wie sorgt Vitamin D für eine schnellere Wundheilung? In Bindegewebszellen verstärkte es zusammen mit dem Wachstumsfaktor TGFβ1 die Bildung von Fibronektin und Kollagen, beides Baustoffe für die Gewebereparatur, zeigen Ding und Kollegen im Labor [18].

Beides sind Proteine, die für die Gewebereparatur zuständig sind. Zusätzlich verstärkt Vitamin D die Kollagenproduktion sowie die Myofibroblastenbildung. Myofibroblasten sind spezielle Zellen, die bei der Wundheilung eine unverzichtbare Rolle spielen. Auch ist es von großem Vorteil, dass Vitamin D als entzündungshemmendes Vitamin gilt, was für eine gute Wundheilung ebenfalls wichtig ist.

Bei Menschen mit diabetischem Fuß wurden die Wunden in zwölf Wochen mit Vitamin D deutlich kleiner als mit Placebo, berichten Razzaghi und Kollegen [19].

Eine Supplementierung von Vitamin D kann daher ein wichtiger Schritt sein, um eine bisher schlecht verlaufende Wundheilung und Regeneration zu verbessern.

Chronische Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Wenn du unter chronischer Müdigkeit leidest, dich erschöpft und ausgelaugt fühlst, kann es daran liegen, dass du Vitamin-D-Mangel hast. In einer Placebo-Studie mit 120 jungen Erwachsenen mit Mangel und Müdigkeit waren die mit Vitamin D danach weniger müde als die mit Placebo, berichten Nowak und Kollegen [21].

Fälschlicherweise wird oft ein Vitamin-D-Spiegel von 20 bis 30 ng/ml als ausreichend bezeichnet. Dabei nennt selbst die Endocrine Society, die Fachgesellschaft der Hormonspezialisten, alles unter 30 ng/ml unzureichend [20], und Prof. Spitz setzt das Ziel bei 40 bis 60 [12].

Man beachte an dieser Stelle auch die Wortwahl der offiziellen Stellen: Es wird immer von ausreichend gesprochen. Doch das ist gerade mal genug, um keinen allzu großen gesundheitlichen Schaden davonzutragen. Aber eben nicht gut! Geschweige denn sehr gut.

Auch eine betrübte Stimmung oder Depression können Symptome eines Vitamin-D-Mangels sein. Vitamin D schaltet im Gehirn das Gen an, das den Glücksbotenstoff Serotonin herstellt, zeigen Patrick und Ames [22]. Gerade bei älteren Menschen, die häufig einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel haben, treten Traurigkeit, Stimmungsschwankungen und Depressionen gehäuft auf.

Hier lohnt es sich, den Vitamin-D-Status gleich mitbestimmen zu lassen, am besten beim ersten Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Das geht übrigens problemlos in jedem Labor. Eine Blutprobe und bereits nach wenigen Tagen erhältst du dein Ergebnis.

Rückenschmerzen und chronische Krankheiten

Menschen mit chronischen Rückenschmerzen haben oft eine Odyssee hinter sich. Und sind mehr als nur bereit, Schmerzmittel zu nehmen, damit die starken Schmerzen endlich aufhören.

Bevor du jedoch unkontrolliert Schmerzmittel zu dir nimmst, könnte eine Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels sinnvoll sein.

Denn wenn dieses Vitamin auf den Knochenaufbau und die Zellmembran wirkt, so liegt es nahe, dass Knochenstoffwechsel und Muskelfunktion gestört sein könnten. Und geschwächte Muskeln sowie kranke Knochen können durchaus der Grund für chronische Rückenschmerzen sein.

In einer großen Untersuchung an über 9.000 Frauen nach den Wechseljahren hatten die mit Vitamin-D-Mangel häufiger und stärker Rückenschmerzen, berichten Silva und Kollegen [4].

Aber ein Vitamin-D-Mangel, der über Jahre hinweg bestehen bleibt, kann noch zu ganz anderen Symptomen führen und von dort zu chronischen Krankheiten.

Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa haben deutlich häufiger einen Vitamin-D-Mangel [23]. Und bei Neurodermitis ging die Schwere der Hautsymptome in drei Studien mit Vitamin D deutlich zurück, berichten Hattangdi-Haridas und Kollegen [6].

Und dann ist da noch der Blutzucker. Forscher der Universität Málaga haben 148 Menschen untersucht, schlanke und übergewichtige, mit und ohne Diabetes. Ergebnis: Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel hing enger mit einem gestörten Blutzucker zusammen als mit dem Übergewicht, berichten Clemente-Postigo und Kollegen [5].

Das ist ein Zusammenhang, noch kein Beweis. Aber ein guter Grund, den eigenen Wert zu kennen, gerade wenn der Blutzucker schon wackelt.

Auch beim Asthma lohnt der Blick aufs Vitamin D. In einer Placebo-Studie aus Japan hatten unter den Schulkindern mit Asthma in der Vitamin-D-Gruppe 2 einen Anfall, in der Placebo-Gruppe 12, berichten Urashima und Kollegen [7].

Bei auffällig vielen Krankheiten finden Studien zu wenig Vitamin D im Blut. Ob der Mangel Ursache ist, Folge oder beides, ist nicht überall geklärt. Darum schauen wir auf die Placebo-Studien, und die hast du in diesem Artikel schon kennengelernt: seltener Infekte, weniger Müdigkeit, kleinere Wunden, ruhigere Haut bei Neurodermitis.

Warum wir Vitamin D nie ohne K2 nehmen

Eine wichtige Funktion von Vitamin D ist die Steuerung der Calciumaufnahme und der Synthese einiger wichtiger Proteine.

Sowohl zur Verwertung des Calciums, als auch zur Aktivierung der gebildeten Proteine, ist Vitamin D jedoch auf einen wichtigen Partner angewiesen: das Vitamin K2.

Dieses noch relativ unbekannte Vitamin sorgt dafür, dass das aufgenommene Calcium korrekt abtransportiert und verwertet wird und aktiviert zudem wichtige Proteine, wie das Matrix-GLA-Protein (MGP) und das Peptid-Hormon Osteocalcin.

Osteocalcin spielt eine wichtige Rolle in der Neubildung von Knochen und sorgt dafür, dass das aufgenommene Calcium auch wirklich in die Knochen eingebaut wird. Matrix-GLA sorgt dafür, dass sich kein Calcium in Organen oder Gefäßen anlagert, wo es absolut nicht hingehört, indem es Calcium bindet und abtransportiert.

Fehlt K2, bleiben diese Eiweiße zum Teil inaktiv. Dann fehlt dem Calcium der Wegweiser: Es landet nicht dort, wo es hin soll, in Knochen und Zähnen, sondern kann sich dort ablagern, wo es nichts zu suchen hat, in den Gefäßwänden [24].

„K2 verhindert die Verkalkung der Gefäße“, sagt Prof. Jörg Spitz [12]. Deshalb nehmen wir Vitamin D nie ohne K2. Vielleicht auch ein Grund, warum Vitamin-D-Ergänzung lange als überflüssig oder sogar schädlich galt und offizielle Stellen lieber auf die Sonne verwiesen.

Was du jetzt tun kannst

  • Lass deinen Vitamin-D-Spiegel messen. Gemessen wird 25-Hydroxy-Vitamin D im Blut.
  • Gut versorgt bist du nach Prof. Spitz bei 40 bis 60 ng/ml [12].
  • Nimm Vitamin D täglich, zu einer Mahlzeit mit etwas Fett.
  • Nimm Vitamin K2 dazu, damit das Calcium in den Knochen landet [24].
  • Miss nach zwei bis drei Monaten noch einmal, dann weißt du, ob deine Menge passt.

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Wie wir Vitamin D nehmen

Wir nehmen Vitamin D3 mit K2 als Tropfen, weil sich die Menge so leicht anpassen lässt.

Ein Tropfen enthält 1.000 IE Vitamin D3, das sind 25 µg, und 20 µg Vitamin K2.

Fünf bis sechs Tropfen täglich nehmen wir zu uns, das entspricht 5.000 bis 6.000 IE, in der dunklen Jahreszeit auch gerne acht bis zehn Tropfen. Dazu lassen wir regelmäßig unseren Vitamin-D-Spiegel bestimmen und liegen beide zwischen 80 und 100 ng/ml.

Dass wir seit über 20 Jahren keinen Schnupfen, keine Grippe, geschweige denn einen Virus hatten (auch keinen mit dem Buchstaben C), schreiben wir, neben einer bewussten Lebensweise, auch unserer täglichen Vitamin-D-Dosis zu.

Wie du Schritt für Schritt vorgehst, vom Test bis zur richtigen Menge, steht in unserem Artikel Vitamin-D-Nahrungsergänzung: So bremst sie das Altern deiner Zellen.

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Häufige Fragen zu Vitamin D

Welcher Vitamin-D-Wert ist gut?

Unter 20 ng/ml spricht man von Mangel, unter 30 ng/ml von unzureichender Versorgung (Holick 2011). Prof. Jörg Spitz setzt das Ziel bei 40 bis 60 ng/ml (Spitz 2026). Wir selbst liegen bei 80 bis 100 ng/ml.

Woran merke ich einen Vitamin-D-Mangel?

Oft lange gar nicht. Häufige Infekte, Müdigkeit oder Rückenschmerzen können Hinweise sein (Martineau 2017, Nowak 2016, Silva 2013). Sicher weißt du es nur mit einem Bluttest auf 25-Hydroxy-Vitamin D.

Bremst Sonnencreme die Vitamin-D-Bildung?

Ja. Schon Lichtschutzfaktor 8 verhinderte in einer Studie fast den ganzen Anstieg im Blut (Matsuoka 1987). Vor Sonnenbrand schützen solltest du dich trotzdem, nur reicht die Sonne dann eben nicht für dein Vitamin D.

Wann lasse ich meinen Vitamin-D-Wert am besten messen?

Am Ende des Winters. Von Oktober bis März bildet die Haut in unseren Breiten praktisch kein Vitamin D (Webb 1988), dann zeigt der Test, was von deinem Sommer übrig ist. Nach zwei bis drei Monaten mit einer neuen Menge misst du noch einmal.

Wichtiger Hinweis:

Die Informationen auf fitfor120.com werden nach bestem Wissen und Gewissen weiter-gegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden, die direkt oder indirekt aus der Verwendung unserer Angaben entstehen.
Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultiere bitte deinen Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.

Quellen

[1] Rabenberg M et al. (2018): Implications of standardization of serum 25-hydroxyvitamin D data for the evaluation of vitamin D status in Germany, including a temporal analysis. BMC Public Health. https://doi.org/10.1186/s12889-018-5769-y

[2] Martineau AR et al. (2017): Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data. BMJ. https://doi.org/10.1136/bmj.i6583

[3] Vieth R et al. (2001): Efficacy and safety of vitamin D3 intake exceeding the lowest observed adverse effect level. The American Journal of Clinical Nutrition. https://doi.org/10.1093/ajcn/73.2.288

[4] e Silva AV et al. (2013): Association of back pain with hypovitaminosis D in postmenopausal women with low bone mass. BMC Musculoskeletal Disorders. https://doi.org/10.1186/1471-2474-14-184

[5] Clemente-Postigo M et al. (2015): Serum 25-hydroxyvitamin D and adipose tissue vitamin D receptor gene expression: relationship with obesity and type 2 diabetes. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. https://doi.org/10.1210/jc.2014-3016

[6] Hattangdi-Haridas SR et al. (2019): Vitamin D Deficiency and Effects of Vitamin D Supplementation on Disease Severity in Patients with Atopic Dermatitis: A Systematic Review and Meta-Analysis in Adults and Children. Nutrients. https://doi.org/10.3390/nu11081854

[7] Urashima M et al. (2010): Randomized trial of vitamin D supplementation to prevent seasonal influenza A in schoolchildren. The American Journal of Clinical Nutrition. https://doi.org/10.3945/ajcn.2009.29094

[8] Sisley SR et al. (2016): Hypothalamic Vitamin D Improves Glucose Homeostasis and Reduces Weight. Diabetes. https://doi.org/10.2337/db16-0309

[9] Keum N et al. (2019): Vitamin D supplementation and total cancer incidence and mortality: a meta-analysis of randomized controlled trials. Annals of Oncology. https://doi.org/10.1093/annonc/mdz059

[10] Hintzpeter B et al. (2008): Vitamin D status and health correlates among German adults. European Journal of Clinical Nutrition. https://doi.org/10.1038/sj.ejcn.1602825

[11] Forrest KY, Stuhldreher WL (2011): Prevalence and correlates of vitamin D deficiency in US adults. Nutrition Research. https://doi.org/10.1016/j.nutres.2010.12.001

[12] Spitz J (2026): Dosierst du dein Vitamin-D richtig? Prof. Spitz klärt auf! Video, AMM Akademie für menschliche Medizin, 26.06.2026. https://www.youtube.com/watch?v=2qSFymR8jx4

[13] Marcinowska-Suchowierska E et al. (2018): Vitamin D Toxicity – A Clinical Perspective. Frontiers in Endocrinology. https://doi.org/10.3389/fendo.2018.00550

[14] Webb AR, Kline L, Holick MF (1988): Influence of season and latitude on the cutaneous synthesis of vitamin D3: exposure to winter sunlight in Boston and Edmonton will not promote vitamin D3 synthesis in human skin. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. https://doi.org/10.1210/jcem-67-2-373

[15] Matsuoka LY et al. (1987): Sunscreens suppress cutaneous vitamin D3 synthesis. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. https://doi.org/10.1210/jcem-64-6-1165

[16] Johnson K, Sattari M (2015): Vitamin D deficiency and fatigue: an unusual presentation. SpringerPlus. https://doi.org/10.1186/s40064-015-1376-x

[17] Schwalfenberg GK (2011): A review of the critical role of vitamin D in the functioning of the immune system and the clinical implications of vitamin D deficiency. Molecular Nutrition & Food Research. https://doi.org/10.1002/mnfr.201000174

[18] Ding J et al. (2016): Synergistic effect of vitamin D and low concentration of transforming growth factor beta 1, a potential role in dermal wound healing. Burns. https://doi.org/10.1016/j.burns.2016.03.009

[19] Razzaghi R et al. (2017): The effects of vitamin D supplementation on wound healing and metabolic status in patients with diabetic foot ulcer: A randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Journal of Diabetes and its Complications. https://doi.org/10.1016/j.jdiacomp.2016.06.017

[20] Holick MF et al. (2011): Evaluation, treatment, and prevention of vitamin D deficiency: an Endocrine Society clinical practice guideline. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. https://doi.org/10.1210/jc.2011-0385

[21] Nowak A et al. (2016): Effect of vitamin D3 on self-perceived fatigue: A double-blind randomized placebo-controlled trial. Medicine. https://doi.org/10.1097/MD.0000000000005353

[22] Patrick RP, Ames BN (2014): Vitamin D hormone regulates serotonin synthesis. Part 1: relevance for autism. The FASEB Journal. https://doi.org/10.1096/fj.13-246546

[23] Del Pinto R et al. (2015): Association Between Inflammatory Bowel Disease and Vitamin D Deficiency: A Systematic Review and Meta-analysis. Inflammatory Bowel Diseases. https://doi.org/10.1097/MIB.0000000000000546

[24] Kidd PM (2010): Vitamins D and K as pleiotropic nutrients: clinical importance to the skeletal and cardiovascular systems and preliminary evidence for synergy. Alternative Medicine Review 15(3), S. 199–222. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21155624/

 

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Über die Autorin

Dagmar Charbonnier ist geprüfte Pharmareferentin nach §75 Arzneimittelgesetz, als Beste von 25. Zehn Jahre war sie in der Pharmaindustrie tätig. Dort erlebte sie, dass Profit oft vor echter Gesundheitsvorsorge steht.

Seit der Geburt ihrer beiden Töchter vor über 30 Jahren beschäftigt sie sich mit gesunder Ernährung. Später erwachte ihr Interesse an Supplements und Fitness sowie an Meditation, Qi Gong und Yoga. Seit über zwanzig Jahren trainiert sie im Fitnessstudio oder zuhause mit Gewichten. Seit vielen Jahren gilt ihr Interesse verstärkt dem Thema Langlebigkeit und better aging. Sie ist systemischer Coach und NLP-Master.

Gemeinsam mit ihrem Mann Bruno hat sie Fitfor120 gegründet. Hier schreibt sie darüber, was Studien zeigen, was sie selbst ausprobiert hat und was sie seit Jahren konsequent lebt.

Ihr Ziel ist, dass möglichst viele Menschen das Thema Gesundheit und Fitness wichtig nehmen und erkennen, dass jeder die Verantwortung für seine Gesundheit übernimmt.

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