Vitamin-D-Nahrungsergänzung: So bremst sie das Altern deiner Zellen

Vergiss alles, was du über Vitamin D als reines Knochenvitamin gehört hast. Es ist so viel mehr.
Vitamin D ist ein Regulator auf zellulärer Ebene: In einer Studie von Shirvani und Holick veränderte es in den weißen Blutkörperchen die Aktivität von Hunderten Genen, und zwar umso mehr, je mehr die Teilnehmer nahmen. Mit 600 IE am Tag waren es 162 Gene, mit 10.000 IE über 1.200 [13].
Die VITAL-Studie, veröffentlicht im Mai 2025 im American Journal of Clinical Nutrition, liefert den bislang stärksten Beleg aus einer Placebo-Studie: Teilnehmer, die vier Jahre lang täglich 2.000 IE Vitamin D3 einnahmen, zeigten eine deutlich geringere Verkürzung ihrer Telomere als die Placebo-Gruppe [1]. Vitamin D schützt also buchstäblich die Schutzkappen deiner DNA.
In diesem Artikel erfährst du, wie Vitamin D sowohl dein angeborenes als auch dein adaptives Immunsystem koordiniert, warum es als intelligenter Bremser bei Überreaktionen wirkt, die zu Allergien und Autoimmunerkrankungen führen, und was die großen Studien zu Autoimmunerkrankungen und Krebs gefunden haben.
Du bekommst außerdem eine klare Schritt-für-Schritt-Anleitung zur richtigen Einnahme, mit Vitamin K2, das wir immer dazunehmen, und erfährst, wie hoch wir selbst seit Jahren dosieren und welche Blutwerte wir damit erreichen.
Kurz gesagt:
Vitamin D ist kein optionaler Bonus, sondern ein Hormon, mit dem fast jede deiner Zellen arbeitet. In der großen VITAL-Studie verkürzten sich mit 2.000 IE täglich die Telomere weniger als mit Placebo (Zhu 2025), und es wurden 22 Prozent weniger Autoimmunerkrankungen festgestellt (Hahn 2022). In einer Auswertung der großen Placebo-Studien starben mit Vitamin D 13 Prozent weniger Menschen an Krebs, vor allem bei täglicher Einnahme (Keum 2019).
Vitamin D als Nahrungsergänzung – ja oder nein?
Vitamin D, seine Wirkung auf deinen Körper, ob eine Nahrungsergänzung damit sinnvoll ist und falls ja, in welcher Höhe, ist seit langem ein Thema in den Medien und auf Gesundheitsportalen. Und meist wird kontrovers diskutiert, so dass der Laie hinterher nicht viel schlauer ist.
Wir von Fitfor120 wollen etwas Licht ins Dunkle bringen und dir über dieses Vitamin, das eigentlich ein Hormon ist, ein paar interessante Fakten erzählen, jeweils mit der Studie dazu.
Die Wissenschaft hat in den letzten Jahren bahnbrechende Entdeckungen gemacht, die das, was wir über das Altern zu wissen glaubten, auf den Kopf stellen. Altern beginnt in der Zelle, an den Enden der Chromosomen.
Und im Zentrum dieser Revolution steht ein altbekannter Nährstoff, dessen wahre Bedeutung für den Körper und seine Gesundheit wir erst jetzt zu verstehen beginnen. Es geht um Vitamin D, und es kann so einiges mehr als Knochen.
Wir sprechen hier über einen fundamentalen Baustein, der das Potenzial hat, deinen biologischen Alterungsprozess auf zellulärer Ebene zu verlangsamen. Eine Substanz, die so wichtig für deine Gesundheit ist, dass man kaum glauben kann, warum sie so lange sträflich vernachlässigt wurde, und teilweise auch noch wird.
Nahrungsergänzung mit Vitamin D schont deine Telomere
Um zu verstehen, warum Vitamin D so entscheidend für deine Langlebigkeit ist, müssen wir einen kurzen Ausflug in deine Zellen machen – genauer gesagt, zu den Enden deiner Chromosomen. Dort sitzen die sogenannten Telomere. Stell sie dir wie die kleinen Plastikkappen am Ende deiner Schnürsenkel vor. Sie schützen deine genetischen Informationen bei jeder Zellteilung davor, auszufransen und immer weniger zu werden.
Mit jeder Zellteilung werden diese Schutzkappen ein kleines bisschen kürzer. Kurze Telomere sind eines der zentralen wissenschaftlichen Kennzeichen des Alterns. Und ja, man kann sie wirklich messen!
Sind sie zu kurz, hört die Zelle auf, sich zu teilen. Sie stirbt ab oder bleibt als gealterte Zelle im Gewebe liegen, Fachleute sagen dazu seneszent.
Solche seneszenten Zellen senden ständig Entzündungsbotenstoffe aus. Diese schleichende Entzündung zählt die Altersforschung zu den Kennzeichen des Alterns, genauso wie die kurzen Telomere selbst [2]. Sie spielt bei vielen Zivilisationskrankheiten eine Rolle, bis hin zu Krebs und Autoimmunerkrankungen.
Längere Telomere werden daher direkt mit einer höheren Lebenserwartung und besseren Gesundheit im Alter in Verbindung gebracht, denn die Besitzerin dieser Telomere, also deine Zelle, kann sich noch viele Male erfolgreich teilen. Und eine Zelle, die sich noch teilen kann, kann sich auch noch erneuern.
Lies dazu auch meinen Artikel zum Thema Telomere
Forschungsergebnisse sprechen für Vitamin-D als Nahrungsergänzung
Und genau hier kommt die Sensation aus der Forschung. Die VITAL-Studie ist eine große randomisierte Studie aus den USA: Die Teilnehmer bekamen per Los Vitamin D3 oder ein Scheinpräparat, und niemand wusste, wer was nahm. Zhu und Kollegen haben bei 1.054 von ihnen die Telomere in den weißen Blutkörperchen gemessen, zu Beginn, nach zwei und nach vier Jahren [1].
Die bahnbrechende Erkenntnis: Wer vier Jahre lang täglich 2.000 IE Vitamin D3 nahm, dessen Telomere verkürzten sich deutlich weniger als in der Placebo-Gruppe. Die Forscher rechnen das in knapp drei Jahre biologisches Altern um, die den Teilnehmern erspart blieben [1].
Vitamin D scheint also in der Lage zu sein, den Alterungsprozess dort zu verlangsamen, wo er beginnt: an unserer DNA. Es ist, als würde man den Schnürsenkelkappen eine Schutzschicht geben, die ihre Abnutzung verringert.
Das passt zu einer früheren Beobachtung: Unter 2.160 Frauen aus einem britischen Zwillingsregister hatten die mit den höchsten Vitamin-D-Werten die längsten Telomere. Der Unterschied entsprach etwa fünf Jahren Zellalterung, berichten Richards und Kollegen [14].
Das Immunsystem und seine beiden Schutzfunktionen
Langlebigkeit bedeutet nicht nur, alt zu werden, sondern vor allem, gesund alt zu werden. Eine der größten Bedrohungen für unsere Gesundheit im Alter ist ein schwächelndes Immunsystem. Das ist mit der Grund für lange Bettlägerigkeit im Alter, der Grund für akute, lebensbedrohliche Erkrankungen, wie Lungenentzündung und andere, die ein langes Leiden verursachen.
Doch das muss nicht sein. Wäre es nicht viel besser, wenn man lange leben könnte und dann irgendwann, wenn die Zellen wirklich altersmüde sind, einfach einschläft?
Hier kommt Vitamin D ins Spiel, denn es ist nicht nur ein einfaches Vitamin, sondern ein intelligenter Koordinator deines Immunsystems.
Dein Immunsystem hat zwei Teile: die angeborene Immunität und die adaptive Immunität. Vitamin D hat die faszinierende Fähigkeit, die angeborene Abwehr anzutreiben und die erlernte zu zügeln, je nachdem, was gerade gebraucht wird [3].
Die angeborene Immunität
Das sind deine ersten, dir von Natur aus mitgegebenen Immunzellen. Sozusagen die Speerspitze, die Viren und Bakterien sofort bei ihrem Eintritt in deinen Organismus bekämpfen. Die bildet dein Körper von Anfang an selbst. Was du im Mutterleib und beim Stillen dazubekommst, sind die Antikörper deiner Mutter, ein zusätzlicher Schutz für die ersten Monate.
Vitamin D kurbelt die Produktion von körpereigenen antimikrobiellen Peptiden an [3]. Das sind quasi deine körpereigenen Antibiotika, die Krankheitserreger unschädlich machen. Ein guter Vitamin-D-Spiegel hält diese Produktion am Laufen.
Die adaptive Immunität
Das sind die Spezialkräfte deines Körpers, die im Laufe der Zeit gelernt haben, gezielt gegen bestimmte Feinde vorzugehen. Wenn du als Kleinkind zum Beispiel immer wieder mit bestimmten Bakterien in Berührung kamst – nehmen wir mal an, du bist auf einem Bauernhof aufgewachsen – haben deine Immunabwehrzellen irgendwann ein Gedächtnis für diese Art von Bakterien entwickelt, die in Ställen oder Misthaufen vorkommen.
Wirst du als Erwachsener dann mit einer bakteriell belasteten Situation konfrontiert, lässt diese dein Immunsystem kalt, denn die Killerzellen stehen schon bereit.
Vitamin D als Bremse, wenn dein Immunsystem überreagiert
Außerdem kommt nun auch die geniale modulierende Fähigkeit von Vitamin D ins Spiel. Es bremst diese Killerzellen, damit sie nicht überreagieren, wie sie es bei einem nicht „vorbelasteten“ Organismus tun würden [3].
Solche Überreaktionen stecken hinter Allergien und Autoimmunerkrankungen, bei denen der Körper fälschlicherweise gesundes Gewebe angreift. Und hier hat die VITAL-Studie ein starkes Ergebnis geliefert: 25.871 ältere Erwachsene bekamen fünf Jahre lang täglich 2.000 IE Vitamin D3 oder ein Scheinpräparat. In der Vitamin-D-Gruppe wurden 22 Prozent weniger Autoimmunerkrankungen neu festgestellt, berichten Hahn und Kollegen [5].
Und nicht zuletzt ist Vitamin D ein Gegenspieler der chronischen, stillen Entzündungen. Sie tun nicht weh, sie machen kein Fieber, und die Altersforschung zählt sie zu den Kennzeichen des Alterns [2].
Hervorgerufen werden sie durch Verhalten und Gifte, denen du dich manchmal entziehen kannst, manchmal jedoch auch nicht.
Dazu gehören:
- Stress
- falsche Ernährung
- zu wenig Bewegung
- zu wenig Schlaf
- nicht genügend Mineralstoffe und Vitamine
- Umwelteinflüsse
- belastende Beziehungen
- depressive Verstimmungen
- Angst, Wut, Ärger, Trauer
- negative Gedanken
- und weitere.
Indem Vitamin D die Überreaktionen deines Immunsystems bremst, setzt es an einer der wichtigsten Stellschrauben für lebenslange Gesundheit und Vitalität an.
Mehr als nur ein Vitamin: Die weitreichenden Schutzfunktionen von Vitamin D
Die Schutzwirkung von Vitamin D geht weit über die Telomere hinaus. Das zeigen die großen Studien der letzten Jahre:
- Knochen: Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei und zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium [4]. Fehlt es, holt sich der Körper das Calcium aus den Knochen, und sie werden porös bis hin zur Osteoporose. Wo das Calcium hingeht, dabei spielt Vitamin K2 mit, dazu weiter unten mehr.
- Autoimmunerkrankungen: 22 Prozent weniger neue Fälle mit 2.000 IE täglich, in der VITAL-Studie mit über 25.000 Teilnehmern [5].
- Krebs: Keum und Kollegen haben die großen Placebo-Studien zur Krebssterblichkeit zusammengerechnet. Mit Vitamin D starben 13 Prozent weniger Menschen an Krebs, und der Vorteil kam vor allem aus den Studien mit täglicher Einnahme [6]. Eine zweite Auswertung von Kuznia und Kollegen mit über 100.000 Teilnehmern bestätigt das: 12 Prozent weniger Krebstote bei täglicher Einnahme, kein Vorteil bei seltenen großen Dosen [7].
- Stimmung: Vitamin D schaltet im Gehirn das Gen an, das den Glücksbotenstoff Serotonin herstellt, zeigen Patrick und Ames [15]. Dass der gefürchtete „November-Blues“ damit zu tun hat, liegt nahe. Insbesondere, als wir in Riga lebten, wo die Winter lang und dunkel sind, half uns Vitamin D, unsere gute Stimmung zu halten.
- Und warum die große Studie zur Lebensdauer nichts gefunden hat: In der australischen D-Health-Studie bekamen über 21.000 Menschen einmal im Monat 60.000 IE, nicht täglich. Gestorben sind in beiden Gruppen etwa gleich viele [8]. Genau dieses Schema, selten und viel auf einmal, hat auch bei der Krebssterblichkeit nichts gebracht [7].
Deshalb nehmen wir Vitamin D täglich, und so empfiehlt es auch Prof. Jörg Spitz [9].
Vitamin D als Nahrungsergänzung – so machst du es richtig
Die beste Quelle für Vitamin D ist die Sonne. Doch in nördlichen Breitengraden bildet die Haut von Oktober bis März praktisch kein Vitamin D, die Sonne steht zu tief. Gemessen haben das Webb und Holick in Edmonton in Kanada, etwa auf der Breite von Berlin [10].
Und im Alter wird es selbst im Sommer weniger: Die Haut von 80-Jährigen bildet aus derselben Sonne weniger als halb so viel Vitamin D wie die von Jugendlichen [11]. Und selbst im Sommer müssten wir uns mittags mit viel freier Haut der Sonne aussetzen – was aus Gründen der Hautkrebsprävention kritisch gesehen wird.
Daher ist eine Supplementierung für die meisten von uns nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit. Zumal die Deutschen insgesamt einen viel zu niedrigen Vitamin-D-Wert haben.
Unter 30 ng/ml spricht die Endocrine Society, die Fachgesellschaft der Hormonspezialisten, von unzureichender Versorgung [12]. In einer großen Untersuchung des Robert Koch-Instituts lagen 62 Prozent der Erwachsenen sogar unter 20 ng/ml, bei den 65- bis 79-Jährigen rund zwei Drittel [16]. Mit Folgen für Knochen, Muskeln und Abwehr, die man oft erst spät bemerkt [4].
Aber einfach blindlings Pillen einwerfen, ist nicht der richtige Weg. So gehst du vernünftig und gesundheitsbewusst vor:
Schritt 1: Testen, nicht raten!
Der erste und wichtigste Schritt ist die Bestimmung deines aktuellen Vitamin-D-Spiegels (25-Hydroxy-Vitamin D) im Blut. Nur so weißt du, wo du stehst. Diesen Test kannst du bei deinem Hausarzt oder über spezielle Labore selbst in Auftrag geben. Nach zwei bis drei Monaten mit deiner neuen Menge misst du noch einmal, dann weißt du, ob sie passt.
Schritt 2: Wie viel ist genug?
Das Ziel ist ein Wert zwischen 40 und 60 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter). „30 ist die unterste Ölmarke“, sagt der Vitamin-D-Experte Prof. Jörg Spitz [9].
Um dorthin zu kommen, brauchen die meisten Erwachsenen täglich 4.000 bis 5.000 IE Vitamin D3, so Spitz [9]. In einer Studie von Vieth brachten 4.000 IE täglich praktisch alle Teilnehmer in den oberen Normalbereich, Kalzium im Blut und im Urin blieb unverändert [17].
Warum empfehlen offizielle Stellen so viel weniger? Kanadische Statistiker haben die amerikanische Tagesempfehlung nachgerechnet und einen Rechenfehler gefunden. Richtig gerechnet liegt der Bedarf etwa zehnmal so hoch wie die amerikanische Empfehlung von 600 IE, nämlich bei rund 7.000 IE am Tag aus allen Quellen zusammen, also Sonne, Essen und Ergänzung [18, 19].
Bei einem starken Mangel, zum Beispiel aufgrund einer schweren Erkrankung, kann anfangs eine höhere Aufladedosis unter ärztlicher Aufsicht sinnvoll sein.
Und keine Sorge vor zu viel: Probleme mit zu viel Kalzium im Blut traten in Studien erst ab etwa 40.000 IE täglich auf, also beim Zehnfachen [20]. In einer kanadischen Studie mit MS-Patienten gingen die Forscher sogar schrittweise bis 40.000 IE am Tag, ohne nennenswerte Nebenwirkungen [21]. Wer seinen Wert misst, ist auf der sicheren Seite.
Schritt 3: Vitamin K2 – der Partner, der das Calcium lenkt
Vitamin D und Vitamin K2 sind bei uns ein Paar wie Salz und Pfeffer. Vitamin D sorgt dafür, dass Kalzium aus dem Darm ins Blut aufgenommen wird [4]. Vitamin K2 (in der Form MK-7) aktiviert die Eiweiße, die das Kalzium dorthin bringen, wo es hingehört, in deine Knochen und Zähne, und die verhindern, dass es sich in den Arterien ablagert [23]. „K2 verhindert die Verkalkung der Gefäße“, sagt Prof. Spitz [9].
Wie viel K2? Wir nehmen 20 Mikrogramm K2 zu jeweils 1.000 IE Vitamin D. Viele hochwertige Präparate gibt es schon als Kombination.
Schritt 4: Der richtige Zeitpunkt und die richtige Begleitung
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Das bedeutet, du solltest es immer zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen, die etwas Fett enthält (z. B. ein paar Nüsse, Avocado oder ein Schuss Olivenöl im Salat). Dadurch kann es vom Körper deutlich besser aufgenommen werden.
Wir von Fitfor120 nehmen Vitamin D seit vielen Jahren relativ hoch dosiert. Je nach Jahreszeit zwischen 5.000 und 8.000 IE, und haben dadurch einen Blutspiegel von 80 bis 100 ng/ml. Ich liege dabei eher am oberen Ende, Bruno eher am unteren.
Das ist mehr, als die meisten Ärzte empfehlen, und weit unter den 150 ng/ml, ab denen Vergiftungserscheinungen typischerweise beginnen [22]. Den Wert lassen wir bei jedem Check-up mitmessen.
Uns bekommt diese Dosierung ausgezeichnet, unser Immunsystem läuft wie geschmiert und ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal wegen einer Erkältung oder nennenswerten Erkrankung beim Arzt war. Es ist sicher mehr als 20 Jahre her.
Seit wir regelmäßig Vitamin D nehmen, sind wir zudem sehr leistungsfähig, emotional ausgeglichen, und regelmäßige Check-ups beim Arzt bestätigen uns gesunde und jugendliche Gefäße.
Welche Nahrungsergänzungsmittel wir sonst noch nehmen, steht in unserem Artikel Nahrungsergänzungsmittel – warum wir diese 7 täglich nehmen.
Gesunde Zukunft durch Vitamin-D-Nahrungsergänzung
Die Vorstellung, bis ins hohe Alter voller Energie und Tatendrang zu sein, ist keine Science-Fiction mehr. Die Studien der letzten Jahre sprechen eine deutliche Sprache: Telomere, die langsamer altern, 22 Prozent weniger Autoimmunerkrankungen, 13 Prozent weniger Krebstote mit täglichem Vitamin D [1, 5, 6]. Vitamin D ist weit mehr als nur ein Nährstoff.
Es schont deine DNA, hält dein Immunsystem in Balance und ist für uns einer der wichtigsten Bausteine des Fitfor120-Lifestyles, neben gesunder Ernährung, Bewegung, Schlaf, Eiweiß und Menschen, die dir guttun.
Die Entscheidung, wie vital du deine kommenden Jahrzehnte gestaltest, liegt zu einem großen Teil in deiner Hand und wieweit du dich mit einer Vitamin-D-Nahrungsergänzung auseinandersetzt.
Und manchmal beginnt die größte Veränderung mit dem kleinsten Schritt. Lass deinen Vitamin-D-Spiegel testen, optimiere ihn gezielt und gib deinem Körper das Werkzeug, das er braucht, um seine gesunde Lebensspanne lange und kraftvoll auszuschöpfen. Deine Lebensfreude und Energie sprechen dann für sich.
Häufig gestellte Fragen zu Vitamin D
Wie viel Vitamin D brauche ich im Winter?
Die meisten Erwachsenen brauchen 4.000 bis 5.000 IE am Tag, um auf einen Blutwert von 40 bis 60 ng/ml zu kommen, sagt Prof. Jörg Spitz (Spitz 2026). In einer Studie von Vieth waren 4.000 IE täglich sicher und brachten praktisch alle Teilnehmer in den oberen Normalbereich (Vieth 2001).
Verlangsamt Vitamin D das Altern?
In der VITAL-Studie verkürzten sich die Telomere bei Teilnehmern, die vier Jahre lang täglich 2.000 IE nahmen, deutlich weniger als mit Placebo. Die Forscher rechnen das in knapp drei Jahre erspartes biologisches Altern um (Zhu 2025).
Kann man Vitamin D überdosieren?
Ja, aber erst bei sehr hohen Mengen. Probleme mit zu viel Kalzium im Blut traten in Studien erst ab etwa 40.000 IE täglich über längere Zeit auf (Vieth 1999). Wer seinen Wert regelmäßig messen lässt, ist auf der sicheren Seite.
Warum Vitamin D zusammen mit K2?
Vitamin D sorgt dafür, dass Calcium aus dem Darm aufgenommen wird. Vitamin K2 aktiviert die Eiweiße, die es in die Knochen einbauen und aus den Gefäßwänden heraushalten (Kidd 2010).
Wichtiger Hinweis:
Die Informationen auf fitfor120.com werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden, die direkt oder indirekt aus der Verwendung unserer Angaben entstehen.
Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultiere bitte deinen Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.
Quellen
[1] Zhu H et al. (2025): Vitamin D3 and marine omega-3 fatty acids supplementation and leukocyte telomere length: 4-year findings from the VITAL randomized controlled trial. The American Journal of Clinical Nutrition. https://doi.org/10.1016/j.ajcnut.2025.05.003
[2] López-Otín C et al. (2023): Hallmarks of aging: An expanding universe. Cell. https://doi.org/10.1016/j.cell.2022.11.001
[3] Aranow C (2011): Vitamin D and the immune system. Journal of Investigative Medicine. https://doi.org/10.2310/JIM.0b013e31821b8755
[4] EU-Register der Gesundheitsaussagen. Vitamin D: „trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei“, „trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei“, „trägt zu einer normalen Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor bei“, „trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei“, „hat eine Funktion bei der Zellteilung“. Vitamin K: „trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei“. https://ec.europa.eu/food/food-feed-portal/screen/home
[5] Hahn J et al. (2022): Vitamin D and marine omega 3 fatty acid supplementation and incident autoimmune disease: VITAL randomized controlled trial. BMJ. https://doi.org/10.1136/bmj-2021-066452
[6] Keum N et al. (2019): Vitamin D supplementation and total cancer incidence and mortality: a meta-analysis of randomized controlled trials. Annals of Oncology. https://doi.org/10.1093/annonc/mdz059
[7] Kuznia S et al. (2023): Efficacy of vitamin D3 supplementation on cancer mortality: Systematic review and individual patient data meta-analysis of randomised controlled trials. Ageing Research Reviews. https://doi.org/10.1016/j.arr.2023.101923
[8] Neale RE et al. (2022): The D-Health Trial: a randomised controlled trial of the effect of vitamin D on mortality. The Lancet Diabetes & Endocrinology. https://doi.org/10.1016/S2213-8587(21)00345-4
[9] Spitz J (2026): Dosierst du dein Vitamin-D richtig? Prof. Spitz klärt auf! Video, AMM Akademie für menschliche Medizin, 26.06.2026. https://www.youtube.com/watch?v=2qSFymR8jx4
[10] Webb AR, Kline L, Holick MF (1988): Influence of season and latitude on the cutaneous synthesis of vitamin D3: exposure to winter sunlight in Boston and Edmonton will not promote vitamin D3 synthesis in human skin. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. https://doi.org/10.1210/jcem-67-2-373
[11] MacLaughlin J, Holick MF (1985): Aging decreases the capacity of human skin to produce vitamin D3. Journal of Clinical Investigation. https://doi.org/10.1172/JCI112134
[12] Holick MF et al. (2011): Evaluation, treatment, and prevention of vitamin D deficiency: an Endocrine Society clinical practice guideline. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. https://doi.org/10.1210/jc.2011-0385
[13] Shirvani A et al. (2019): Disassociation of vitamin D’s calcemic activity and non-calcemic genomic activity and individual responsiveness: a randomized controlled double-blind clinical trial. Scientific Reports. https://doi.org/10.1038/s41598-019-53864-1
[14] Richards JB et al. (2007): Higher serum vitamin D concentrations are associated with longer leukocyte telomere length in women. The American Journal of Clinical Nutrition. https://doi.org/10.1093/ajcn/86.5.1420
[15] Patrick RP, Ames BN (2014): Vitamin D hormone regulates serotonin synthesis. Part 1: relevance for autism. The FASEB Journal. https://doi.org/10.1096/fj.13-246546
[16] Rabenberg M et al. (2015): Vitamin D status among adults in Germany – results from the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1). BMC Public Health. https://doi.org/10.1186/s12889-015-2016-7
[17] Vieth R et al. (2001): Efficacy and safety of vitamin D3 intake exceeding the lowest observed adverse effect level. The American Journal of Clinical Nutrition. https://doi.org/10.1093/ajcn/73.2.288
[18] Veugelers PJ, Ekwaru JP (2014): A Statistical Error in the Estimation of the Recommended Dietary Allowance for Vitamin D. Nutrients. https://doi.org/10.3390/nu6104472
[19] Heaney R et al. (2015): Letter to Veugelers, P.J. and Ekwaru, J.P., A Statistical Error in the Estimation of the Recommended Dietary Allowance for Vitamin D. Nutrients. https://doi.org/10.3390/nu7031688
[20] Vieth R (1999): Vitamin D supplementation, 25-hydroxyvitamin D concentrations, and safety. The American Journal of Clinical Nutrition. https://doi.org/10.1093/ajcn/69.5.842
[21] Burton JM et al. (2010): A phase I/II dose-escalation trial of vitamin D3 and calcium in multiple sclerosis. Neurology. https://doi.org/10.1212/WNL.0b013e3181e1cec2
[22] Marcinowska-Suchowierska E et al. (2018): Vitamin D Toxicity – A Clinical Perspective. Frontiers in Endocrinology. https://doi.org/10.3389/fendo.2018.00550
[23] Kidd PM (2010): Vitamins D and K as pleiotropic nutrients: clinical importance to the skeletal and cardiovascular systems and preliminary evidence for synergy. Alternative Medicine Review 15(3), S. 199–222. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21155624/
Über die Autorin
Seit über 25 Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit Themen wie gesunde Ernährung, Supplements und Fitness sowie Meditation, Qi Gong und Yoga. Und seit einigen Jahren verstärkt mit dem Thema Langlebigkeit und Anti-Aging.
Während ihrer 10-jährigen Tätigkeit in der Pharmaindustrie erkannte sie, dass dort Profit oft vor echte Gesundheitsvorsorge gestellt wird. Diese Erkenntnis motivierte sie, gemeinsam mit ihrem Ehemann Bruno das Portal fitfor120 zu gründen.
Ihr Ziel: Menschen dabei unterstützen, Gesundheit, Fitness, Vitalität und Attraktivität bis ins hohe Alter zu bewahren. Mit ihren fundierten Artikeln bringt sie komplexe Gesundheitsthemen verständlich auf den Punkt und teilt wertvolle Lifestyle-Hacks, die auf eigenen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Dagmar lebt auf einer Insel im Mittelmeer selbst den fitfor120-Lifestyle und ist der lebende Beweis dafür, dass Vitalität keine Frage des Alters ist.
starte deine erste fitfor120-Woche mit einem kostenlosen Email-Kurs. Du erhältst 7 Tage lang sofort umsetzbare Tipps für mehr Gesundheit.
Erhalte immer wieder geniale Rezepte für einen gesunden Lifestyle direkt in dein Postfach.
Profitiere von gut recherchiertem Wissen und von uns getesteten Empfehlungen - von Anwendern für Anwender.
Der fitfor120 – Newsletter!
Komm in unsere Community und erhalte sofort umsetzbare Tipps für mehr Gesundheit.